Lola Kulturzentrum

Lola Kulturzentrum
Lola Kulturzentrum

Ein Stadtteilzentrum für Hamburgs Süd-Osten

In Bergedorf wurde 1991 im Zuge der Polizeireform eine alte Revierwache in der Lohbrügger Landstraße aufgelöst. Die Frage der Nachnutzung stand damit im Raum. Politisch war der Bedarf nach Stadtteilkultur vor Ort artikuliert worden. Die im Ortskern gelegene leerstehende Polizeiwache bot sich als Standort geradezu an.

 

Vor der eigentlichen Bauplanung gab es für STATTBAU drei Aufgaben der Projektentwicklung zu lösen und daran mitzuwirken:

  • einen Konsens innerhalb der lokalen Politik und Verwaltung über den Standort des zukünftigen Stadtteilkulturzentrums herbeizuführen
  • ein Konzept für die Nutzung mit einem möglichen Träger zu erarbeiten
  • die Mittel für Umbau und Betrieb zu akquirieren.

 

Grundstück und investive Mittel vom Senat

Von vornherein war klar, dass umfangreiche Umbaumassnahmen erfolgen müssen. Es stellten sich Fragen zum Umgang mit alten Arrestzellen und mit fehlenden großen Räumlichkeiten für Feste, Veranstaltungen und Konzerte. Der Anbau eines Veranstaltungsraumes wurde von allen für dringend notwendig erachtet. Aber: Bauen kostet Geld und so stand die Kostenfrage im Raum.

Es folgte ein langer Abstimmungsprozess, in dem sich schließlich die Kulturbehörde und das Senatsamt für Bezirksangelegenheiten bereit erklärten, Finanzen für Bau und Betriebsmittel zur Verfügung zu stellen.

 

Knappe Finanzen und viele Ideen

Ein Träger entwickelte sich aus der bestehenden sozio-kulturellen Szene Bergedorfs.

Der Bau wurde aus finanziellen Gründen in zwei Bauabschnitte gegliedert: Erst der Umbau des Haupthauses, dann der Neubau eines Veranstaltungsraumes mit einem 120 Quadratmeter großer Saal im Herbst 1993, 10 Monate nach Fertigstellung des ersten Bauabschnittes.

Ein Café als Bindeglied zwischen Alt- und Anbau wurde inzwischen auch verwirklicht und hat sich als Treffpunkt des Stadtteils etabliert.

 

Jetzt sind das neue Veranstaltungs- sowie das Hauptgebäude fester Bestandteil der Hamburger Sozio-Kultur-Szene. Mittlerweile sind die vorhandenen Flächen, besonders die Räume für Gruppen, so stark ausgelastet, dass über einen neuen Anbau nachgedacht wird. Lola ole`.

Projektdaten
1. Projektname: Lola Kulturzentrum, 1992
2. Eigentümer: Freie und Hansestadt Hamburg
3. Nutzer: Lola Kulturzentrum
4. Architekt: Ulrich Thormann, STATTBAU HAMBURG
5. STATTBAU als Projektentwickler


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