Kulturpalast im Wasserwerk - Öjendorfer Weg in Billstedt

Kulturpalast im Wasserwerk - Öjendorfer Weg in Hamburg Billstedt
Kulturpalast im Wasserwerk

Ein ehemaliges Wasserwerk als Kulturmagnet für Hamburgs Osten

Das kulturelle Leben in einer Stadt prägt ganz entscheidend die Lebensqualität einer Region. Der Kulturpalast im sonst nicht gerade mit Kultur üppig versorgten Hamburger Osten ist eines der ambitioniertesten unabhängigen Hamburger Stadtteilzentren. Er unterstützt und initiiert viele Projekte aus den Bereichen Kultur, Politik und Soziales durch umfassende Kurs- und Veranstaltungsangebote deren Spektrum von Arbeitskreisen und Lerngruppen über Sportaktivitäten bis hin zu Bühnenvorstellungen im Bereich Comedy, Theater, Konzert, Tanz und Kabarett reicht.

Als größtes Stadtteilkulturzentrum in Hamburg-Mitte lockt der Kulturpalast jährlich etwa 95.000 Besucher an. Getragen wird er seit der Gründung 1980 vom Verein Kulturpalast Billstedt e.V. Noch bis in die 70er Jahre hinein lieferte das ehemals kleinste Hamburger Wasserwerk Trinkwasser für die östliche Region der Stadt. 1992 wurde hier der erste Spatenstich für den Umbau des Wasserwerks zum Kulturpalast angesetzt.

Mit Hilfe der STATTBAU HAMBURG GmbH wurden ab 2002 bauliche Erweiterungen durchgeführt wie z.B. der Glasanbau oder die Erweiterung des Wasserspeichers, nachdem sich im Jahr 2001 die Kulturbehörde mit diesen Maßnahmen einverstanden erklärt hat.

So entstand im Kellergeschoss im ehemaligen Wasserbunker eine etwa 100 m² große Location für verschiedene Partys, Tanz- und Discoveranstaltungen insbesondere für Jugendliche. Außerdem wird hier der Musikclub Bambi Galore beherbergt. Über Lärmbelästigung können sich die Nachbarn nicht beklagen, denn die dicken Wände sorgen für einen perfekten Schallschutz.
In den oberen Geschossen des vorhandenen Wasserwerksgebäudes wurden die Büroräume des Vereins eingerichtet. Die gastronomischen Einrichtungen sowie die Räumlichkeiten für die kulturellen und sportlichen Angebote des Kulturpalastes wurden zusätzlich an- und ausgebaut. Diese Kreativräume werden als Werkstatt-, Gruppen- und Veranstaltungsräume und Galerie für diverse Kunstprojekte von den verschiedenen Zielgruppen wie Senioren, Kindern, ehemals Drogenabhängigen, Ausländern, Sozialschwachen und allgemein an den Angeboten Interessierten regelmäßig genutzt.

Die eigens vom Kulturpalast formulierte Leitidee möchte als Teil von Billstedt „das Leben der Menschen im Stadtteil attraktiver gestalten. Dialoge verschiedener Gruppen sollen angeregt, die Umsetzung neuer Ideen unterstützt und hierfür Freiräume bereitgestellt werden.“ Durch Stärkung der Eigeninitiative der Besucher soll hier Kultur für jeden Geldbeutel ermöglicht werden und damit auch das Image des Stadtteils aufgewertet, praktisch „kultipliziert“ werden. Die sehenswerten Räumlichkeiten können auch für private Feiern und Seminare gemietet werden.

Projektdaten
Projekt: Kulturpalast im Wasserwerk
Eigentümer: Kulturbehörde Hamburg
Pächter: Stiftung Kultur Palast Hamburg (ehem. Kulturpalast Billstedt e.V.)
Architekt: Manfred Gerber (STATTBAU)
Gebäude: etwa 900 m²
Finanzierung/Förderung: Spenden von Bürgern und Unternehmen für die „Aktion Wasserbunker“/Öffentliche Zuschüsse von der Kulturbehörde
Baubeginn: 2002
Fertigstellung: 2004

 

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