Hospiz Hamburg-Leuchtfeuer - Simon-von-Utrecht-Straße in Hamburg St. Pauli

Das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz: Ein Ort für das Sterben

Das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz befindet sich in einem unter Milieuschutz stehenden Nebengebäude des ehemaligen Israelitischen Krankenhauses in Hamburg St.Pauli an der Simon-von-Utrecht-Straße 4d. Auf dem Gelände war im Mittelalter der Pesthof errichtet worden. Der Stifter des Israelitischen Krankenhauses Salomon Heine war um die soziale und gemeindenahe Gesundheitsversorgung chronisch kranker Menschen bemüht. Auch das Hamburg Leuchtfeuer Hospiz ist durch soziales Bürgerengagement ermöglicht worden und will mit seiner Arbeit die Tradition des Gebäudes fortsetzen.

Ein Ort für das Sterben
Mit dem Hamburg Leuchtfeuer Hospizes wurde das erste Hamburger Sterbehaus realisiert. Es bietet sterbenden Menschen qualifizierte Pflege und individuelle Betreuung und sichert seinen Bewohnerinnen und Bewohnern in ihrer letzten Lebensphase ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Würde.

Bürger engagieren sich für ein Hospiz
Initiiert wurde das Projekt Ende 1993 durch eine Öffentlichkeits- und Spendenkampagne im Auftrag der Agentur "Büro Hamburg" für das damals gerade von der Aids Hilfe Hamburg gegründete Projekt Hamburg Leuchtfeuer. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda wurde die Idee dieses neuen sozialen Projektes für Hamburg verbreitet. Innerhalb kürzester Zeit fanden sich Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen und sozialen Gruppierungen, mit ganz unterschiedlichen Neigungen, Begabungen und Lebenswegen, die alle bereit waren, sich für das Projekt zu engagieren und tatkräftig einzusetzen.

Der Umbau
Auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten für die Entwicklung verschiedener Unterbringungsformen für HIV-Infizierte und Aids-Kranke, stieß Hamburg Leuchtfeuer Anfang der 90er Jahre auf das Gelände des ehemaligen Israelitischen Krankenhauses. Der Ort schien sowohl seiner Tradition nach wie auch von seinem sozialen Umfeld her für das Hospiz geeignet.
Baubeginn war am 4. August 1997. Dabei wurde das alte Nebengebäude des ehemaligen Israelitischen Krankenhauses auf beiden Seiten durch Anbauten erweitert und mit einem zweiten Obergeschoß aufgestockt. Dort entstanden elf Einzelappartements mit jeweils einem eigenen, behindertengerechten Bad sowie verschiedene Aufenthalts-, Pflege und Gemeinschaftsräume.
An dem Projekt beteiligt waren die städtische Sprinkenhof AG, die das Gebäude mit dem dazugehörigen Grundstück an die neuen Nutzer verkauft hat, die Hamburg Leuchtfeuer Aids Hilfe gGmbH als Betreiber des Hospizes, STATTBAU HAMBURG GmbH als Projektentwickler und Baubetreuuer und das Architekturbüro me di um.

Das Fundament heißt Solidarität
Die Atmosphäre und Gestaltung des Hauses, Material, Farben und Licht vermitteln Geborgenheit. Die Zimmer sind Wohnräumen nachempfunden und bieten ihren BewohnerInnen Platz für Persönliches, für vertraute Möbel und liebgewonnene Dinge, die ihnen wichtig sind. Zusätzlich gibt es auch die Möglichkeit, dass Angehörige oder Freunde bleiben können - im selben Raum oder im Gästezimmer, für eine Nacht oder länger.

Projektdaten
Eigentümer: Hamburg Leuchtfeuer Aids Hilfe gGmbH
Architekten: me di um, Heiko Popp, Jan Ihns
Baubetreuung: STATTBAU HAMBURG GmbH, Tobias Behrens
Baubeginn: August 1997
Fertigstellung: Juni 1998

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