Studie: Passivhäuser im Praxistest

In den Jahren 2002 bis 2008 wurden in Hamburg insgesamt acht Mehrfamilienhäuser und eine Reihe von Einzelhäusern – insgesamt 165 Wohnungen - in Passivhausbauweise errichtet. Davon werden mehrere Mehrfamilienhäuser von Wohnprojekten genutzt. Grund genug für STATTBAU, einmal genauer hinzuschauen.

Zusammen mit der ZEBAU regte STATTBAU daher eine entsprechende Studie bei der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt zur Evaluierung der in Hamburg gebauten Passivhäuser an. Daran war zusätzlich das renommierte Passivhaus-Institut beteiligt.

In der Studie wurden Daten aus den Mehrfamilienhäusern erhoben, dort lebende Bewohnerinnen und Bewohner nach ihren Erfahrungen befragt und beides ausgewertet, um daraus Folgerungen für die Zukunft zu ziehen.

Im Ergebnis zeigte sich zwar, dass es an den untersuchten Häusern einen Mehrbedarf an Energie gemessen an den strengen Normen gibt – der aus einem nicht regelkonformen Nutzerverhalten resultiert - dass dennoch die Passivhäuser funktionieren, ein hohes Energieeinsparungspotential haben und die Technik von ihren Nutzern akzeptiert wird.

Bei einer entsprechenden Einweisung muss man kein Technik-Freak sein, um in einem Passivhaus wohnen und dessen Technik beherrschen zu können. Das bedeutet, dass sich der Passivhausstandard durchaus für die Realisierung in einem größeren Marktsegment eignet.

Die Ergebnisse der Studie, an der STATTBAU Dipl. Arch. Manfred Gerber beteiligt war, sind von der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, Abteilung energieeffizientes Bauen unter energieeffizientes bauen. hamburg.de der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.

Eine Studie aus dem September 2016 zeigt, das Energiesparhäuser nicht teurer sein müssen.


 

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