Forschungsprojekt Pflegeeinrichtung wohnungslose Menschen

Forschungsprojekt: Konzept für eine Pflegeeinrichtung für wohnungslose Menschen

Ende 2007 wurde STATTBAU vom Diakonie-Hilfswerk Hamburg beauftragt, an Konzeptüberlegungen für eine Pflegeeinrichtung im Bereich des Hilfesystems für wohnungs- und obdachlose Menschen in Hamburg mitzuwirken. Anlass dafür waren erschütternde Erfahrungen aus der medizinischen Sprechstunde in der Unterkunft Pik-As und in der Tagesaufenthaltsstätte Bundesstraße. Diese zeigten, dass Menschen, die auf der Straße leben, sehr früh an ganz normalen Krankheiten versterben, die bei sachgerechter Behandlung leicht zu kurieren wären. Da wohnungslose Menschen in klassischen Pflegeheimen wegen ihrer besonderen Bedarfe und verfestigter untypischen Lebensgewohnheiten keine gern gesehenen Bewohner sind, beschloss die Arbeitsgruppe, ein Konzept für eine besondere Pflegeeinrichtung für Hamburg zu entwickeln. Basis dafür waren Recherchen in der gesamten Bundesrepublik, die zeigten, dass es sehr wohl Möglichkeiten gibt, Menschen aus dieser Zielgruppe in ihrer gesundheitlichen Situation zu stabilisieren oder ihnen ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen.

Ende 2008 legte die Arbeitsgruppe, bestehend aus Peter Schröder-Reinicke und Dr. med. Frauke Ishorst-Witte vom Diakonie-Hilfswerk Hamburg sowie Dr. Josef Bura von STATTBAU ein Konzept in Form einer Broschüre vor und präsentierte die Ergebnisse ihrer Recherche am 13. Mai 2009 auf der bundesweit beachteten Fachtagung „Gesundheitsversorgung und Pflege für Wohnungslose“ im Diakonischen Werk Hamburg. Das Konzept zeigt auf, welche Anforderungen baulicherseits, von der Betreuung und Pflege und von den sozialpädagogischen Interventionen an eine solche Wohn-Pflegeeinrichtung für 40 bis 50 Personen zu stellen sind.

Konzept für eine Pflegeeinrichtung für wohnungslose Menschen

Mitarbeit STATTBAU: Dr. Josef Bura


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