Wie schaffe ich die ersten Schritte?

In Hamburg gibt es zwischen 200 und 300 Wohnprojekte, Stand 2011. Die meisten davon im Neubau, weil keine Altbauten (mehr) zur Verfügung stehen. Das zeigt einerseits, dass  Hamburg ein gutes Pflaster für Wohnprojekte ist und andererseits, dass neue Wohnprojekte immer erst gebaut werden müssen. Wer also heute über sein neues Wohnprojekt nachdenkt, muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass das erst gebaut werden muss. Das macht es für Interessierte nicht leicht, zu ihrem Wohnprojekt zu kommen. Dennoch: Andere haben es auch geschafft, warum Sie nicht?

Tipps für eine erfolgreiche Suche

Der erste Schritt ist immer die Suche nach Gleichgesinnten im eigenen Bekanntenkreis: Oft findet man dort Personen, die ebenfalls darüber nachdenken, wie sie anders als gewohnt wohnen können. Mal mit ihnen darüber reden, lohnt immer.

Hamburg hat eine gute Infrastruktur für Interessierte: Nutzen Sie die Informationsangebote von STATTBAU, den Newsletter, die Zeitung FREIHAUS, die allmonatliche offene Beratung: jeden ersten Freitag im Monat um 14 Uhr im STATTBAU-Büro.

Im Internet haben Sie viele Möglichkeiten, mit anderen in Kontakt zu treten bzw. das Netzwerk der Profis für Baugemeinschaften kennen zu lernen. Dabei hilft Ihnen vor allem die Internetplattform: zusammen-bauen-lohnt.de. Diese ist ein Angebot der Hamburger „Koordinationsrunde Baugemeinschaften“, kurz KORB genannt. Dort können Sie sich mit den Angeboten der jeweiligen Mitglieder vertraut machen: von der Agentur für Baugemeinschaften, über die Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt bis hin zu verschiedenen Projektentwicklern für Wohnprojekte in Hamburg.

Die Hamburger Agentur für Baugemeinschaften ist ein Bestandteil der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Dort sollten Sie sich als Interessent oder Interessentin oder als schon bestehende kleine Gruppe anmelden hamburg.de/baugemeinschaften. Dann erhalten Sie auch Mitteilung darüber, wenn es neue Grundstücke gibt, die von der Stadt an interessierte Wohngruppen veräußert werden.

Besonders interessant dürften für NeueinsteigerInnen auch die Angebote der LAWAETZ-Stiftung und von STATTBAU sein. Mit dem Wohnprojekteforum von LAWAETZ – in den Jahren mit den ungeraden Endziffern und den Wohnprojekte-Tagen von STATTBAU – in den Jahren mit den geraden Endziffern, haben Sie viele Möglichkeiten, andere ebenfalls Interessierte zu treffen.

Fast in wöchentlichem Rhythmus finden in Hamburg Veranstaltungen zum Thema "anders wohnen" statt. Viele davon, die es in nächster Zeit in Hamburg gibt, sind in "FREIHAUS" unter der Rubrik "Termine und Kontakte" aufgeführt. Auch die dort angeführten offenen Beratungsangebote sind wichtige Anlaufstellen.

Wer spezielle Wünsche hat, z.B. Wohnen mit Jung und Alt, autofrei usw., sollte sich bei Selbsthilfegruppen informieren. Z.B.  Wohngemeinschaft jung und alt, autofreies Wohnen .

Wer sich bundesweit orientieren möchte, ist z.B. mit dem Wohnprojekteportal  der Stiftung TRIAS und den Regionalstellen und dem Internetauftritt des Forum Gemeinschaftliches Wohnen, Bundesvereinigung e.V.  bestens bedient.


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